Yoga für die Seele – doch welche Nahrung für den Körper?

Muss man sich auf eine besondere Art und Weise ernähren, wenn man Yoga betreibt? Gibt es Nahrung, die förderlich ist für die Yogapraxis? Muss ich auf alles verzichten, was mir kulinarisch gesehen Genuss bereitet, wenn ich Yoga mache? Hat das, was ich esse, irgendeinen Einfluss auf mich – meinen Körper, meine Asanapraxis, meine Gedanken und Gefühle?

Alles Fragen, die man sich irgendwann stellt, wenn man bereits einige Zeit Yoga praktiziert. Und alles Fragen, die mir von Yogaschülern immer wieder gestellt werden.

Eines vorweg: Yoga ist keine Religion. Auch in Sachen Ernährung nicht.

Aber es ist Teil einer Kultur, einer Philosophie, es sind viele Tausend Jahre Erfahrung darin enthalten. Yoga ist aus einem bestimmten kulturellen Kontext heraus entstanden, hat sich über tausende von Jahren entwickelt und wurde in dieser Zeit selbstverständlich von Erfahrungen, Gedanken und Traditionen vieler Menschen und vieler Generationen beeinflusst.

Yoga ist nicht Teil unserer westlichen Kultur, damit meine ich, dass es nicht aus unserer Kultur heraus gewachsen ist. Es gehört allerdings heute in unser Leben wie das Smartphone, es ist fast selbstverständlich geworden. Wir passen es unseren Erfordernissen an, erfinden neue Yoga-Richtungen, vermarkten es, es fließt eine Menge Geld im Yoga-Markt. Wir lieben die eher spirituell geprägte Richtung oder wir sehen es mehr als Sport, als Training für den Körper und Heilmittel für unseren schmerzenden Rücken und die verspannten Schultern. Aber was ist Yoga wirklich?

Wer sich das fragt an einem bestimmten Punkt der Yogapraxis, will tiefer eintauchen in diese Kultur, in der Yoga entstanden ist. INDIEN! Fremdartiges Land, uralte Kultur, Gewürze, Farbenrausch, Philosophie, Religion, Tradition… Wir saugen es auf. Es gibt so viel, was diese Kultur im Laufe der Zeit hervorgebracht hat. Wir brauchen ein ganzes Leben, um das alles zu lernen und auch zu verstehen. Und wir begreifen, in welchem Kontext wir Yoga sehen müssen. Der Rahmen ist so groß – wir können Yoga nicht mehr nur als Trend sehen, als „Modesport“. Wir sehen keinen Sinn mehr darin, Yoga an uns und unsere westlichen Erfordernisse und Vorlieben anzupassen. Es taucht vielleicht auch die Frage auf, inwieweit wir uns dem Yoga anpassen müssen.

Womit wir wieder am Anfang wären. Wie soll ich essen? Gibt es Regeln? In diesem Bereich kann ich mich ja am einfachsten an Yoga anpassen.

Nun, wir sollten uns nicht verbiegen, um irgendwelchen vermeintlichen Ansprüchen zu genügen, kommen diese nun von außen oder aus uns selbst. Es geht darum, uns selbst kennenzulernen. Uns selbst zu sehen. In diesem Wirrwarr von äußeren Einflüssen und Ablenkungen und Theorien und Ansprüchen nicht den Blick für das Wesentliche zu verlieren.

Ich suche einen gesunden und starken Körper, denn er ist das Mittel, mit dem ich mich auf dem Weg des Yoga fortbewege. Der Weg führt zu innerer Harmonie, innerem Frieden, Liebe zur gesamten Schöpfung, geistigen Entwicklung und schließlich zum Erkennen.

Die Art, wie ich lebe, wie ich denke – und wie ich esse beeinflusst mein Vorankommen.

In diesem Blog möchte ich keine spirituellen Ebenen beschreiten, sondern ganz profan auf der körperlichen Ebene des Yoga bleiben. Nebenbei, diese beeinflusst auch alle anderen.

Was nährt meinen Körper und hilft mir so, meine Asanapraxis zu „nähren“? Das ist die zentrale Frage, um die es hier gehen soll.

 

 

 

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